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Rot an der Rot / Ellwangen

Ellwangen, ein 900 Seelenort, liegt zwischen Bad Wurzach und Rot an der Rot ganz im Süden des Landkreises Biberach. Der Name Ellwangen leitet sich vermutlich von Ell (Elch) und Wang (abfallendes Gelände) her, so wurde 1931 ein goldfarbener Elchkopf auf schwarzem Grund ins Gemeindewappen aufgenommen.
Der Ort wurde erstmals 1275 in einem Steuerverzeichnis erwähnt, blieb bis 1454 im Besitz der Habsburger und wurde dann an Waldburg-Wolfegg verpfändet. Der als Bauernjörg bekannte Truchseß Georg III. von Waldburg sorgte dafür, dass die Gegend nach der Reformation katholisch blieb.
Eine schlimme Zeit war der 30-jährige Krieg mit Plünde­rungen, Brandstiftung und Vertreibungen. Die Pest tat ein Übriges, so dass ganze Dörfer in dieser Zeit entvölkert 
wurden. In der Grafschaft Zeil, zu der Ellwangen gehörte, überlebten nur etwa 15% der Gesamtbevölkerung. Im Jahre 1806 kam Ellwangen zum Königreich Württemberg und wurde dem Oberamt Leutkirch zugeordnet. 1938 wurden die Oberämter aufgelöst und Ellwangen wurde Teil des Landkreises Biberach. Bis 1974 war Ellwangen selbständige Gemeinde, wurde dann im Zuge der Gemeindereform zum 1. Oktober 1974 nach Rot an der Rot eingemeindet.
Heute ist Ellwangen nach wie vor ländlich strukturiert, der Strukturwandel hat sich aber auch hier bemerkbar gemacht, so dass der Großteil der Bevölkerung nicht mehr in der Landwirtschaft tätig ist, sondern in den kleineren und größeren Städten der Umgebung arbeitet. Ein lebendiges Vereinsleben sorgt für gutes Miteinander. Die Ortschaft am Fuße des Tristolzer Berges, an dessen Südseite eine Panoramatafel den Blick auf die Alpenkette von der Zugspitze bis zum Säntis erläutert, hat insofern eine besondere Bedeutung unter den Ausstellungsorten, als sie der Herkunftsort der Familie väterlicherseits von Robert Schad ist.

Hermann Schad

Skulpturen in Rot an der Rot / Ellwangen: