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Wolfegg

Der Wolfegger Hofgarten, 1628 als ›Lustgarten‹ bezeugt, von einer schützenden Mauer umgeben, ist Teil des weitläufigen Schlossareals. Dessen symmetrische vierflügelige Grund­anlage mit Ecktürmen geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Viele heute sichtbare Elemente des Schlosses und seiner Nebengebäude stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung durch die Schweden 1646. Man darf sich den Hofgarten in jener Zeit als barocke Anlage mit geschnittenen Hecken und symmetrisch verlaufenden Wegen zwischen Blumenrabatten vorstellen. Die Orangerie wurde im 18. Jahrhundert erbaut, um die zur barocken Garten­kultur gehörenden südländischen Pflanzen aufzunehmen. Im 20. Jahrhundert verfiel die Orangerie innerhalb des inzwischen umgestalteten, nach englischer Manier von großen Bäumen beschatteten Hofgartens, in einen Dornröschenschlaf. 1986-1990 wurde sie saniert und dient heute der Gemeinde Wolfegg. Hier finden Veranstaltungen und jährlich mehrere kleine Kunstausstellungen statt. Die Orangerie kann für Hochzeiten und andere Festlichkeiten gemietet werden. Im Mittelpunkt des Hofgartens befindet sich heute wieder ein Becken mit Springbrunnen, das auf einem gepflegten Weg umrundet werden kann. Über Eck zum dorthin führenden Wegekreuz sind um das Becken vier allegorische Skulpturen aufgestellt.

Maximilian Eiden

Skulpturen in Wolfegg: