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Wolpertswende-Fronreute

Der Häcklerweiher gehört zur Blitzenreuter Seenplatte. Das heute noch 13,5 Hektar große Gewässer wurde 1401 erstmals erwähnt. In der Frühneuzeit umfasste es 95 Hektar. Vielleicht haben die mittelalterlichen Erbauer hier einen Toteissee umgestalten können. Die Bevölkerung wehrte sich nach der Säkularisierung, durch die der Weiher aus Weingartener Klosterbesitz an den württembergischen Staat übergegangen war, erfolgreich gegen Pläne der Trockenlegung. Neben Fisch und Entenfleisch bot der Weiher den Menschen vor allem den Rohstoff Torf. Der Häcklerweiher ist ein Naturparadies. Hier finden sich Teichrosen, Moschuskraut und Orchideen, allerlei Amphibien und Schlangen, Libellen, Heuschrecken und Schmetterlinge, außerdem zahlreiche seltene Vogelarten. Seit 1996 wird der Weiher wieder planmäßig bewirtschaftet. Man fängt Zander, Barsche, Schleien, Rot­augen, Rotfedern, Karpfen und Hechte. Ein aufwendiges Renaturierungsprogramm soll die Hochmoorflächen erhalten. Nicht zuletzt ist der Häcklerweiher bei Hobbyanglern und Badelustigen beliebt.

Maximilian Eiden
Auf der Grundlage der Angaben der Seite http://www.oberschwaben-tipps.de